Neuigkeiten 05.07.2017

 

Informationen zur Veranstaltung `Schulbegleitung / Klassenassistenz mit Qualität in NRW´

 

vom 24.04.2017 in Dortmund.

 

 

Anschreiben Veranstaltung `Schulbegleitung / Klassenassistenz mit Qualität in NRW´
Anschreiben Veranstaltung 24.04.2017.pdf
PDF-Dokument [337.9 KB]
Präsentation `Schulbegleitung / Klassenassistenz mit Qualität in NRW´
Präsentation Veranstaltung 24.04.2017.pd[...]
PDF-Dokument [433.7 KB]
Ergebnisse Veranstaltung Schulbegleitung / Klassenassistenz mit Qualität in NRW
Ergebnisse der Schreibwerkstatt Veranst[...]
PDF-Dokument [144.1 KB]

 

 

Neuigkeiten 06.06.2017

 

Interessanter Radiobeitrag vom 20.05.2017 `Für und wider Inklusion´:

 

Radiobeitrag Deutschlandfunk Kultur zum Thema `Gemeinsames Lernen´

 

 

Neuigkeiten 05.06.2017

 

 

Verein mittendrin e.V. aus Köln lädt zum Kongress an der Universität zu Köln ein:

 

"Eine Schule für Alle. Inklusion schaffen wir!" vom 8. bis zum 10. September 2017

 

www.mittendrin-koeln.de/projekte/kongress

 

 

Neuigkeiten 07.04.2017

 

Der Inklusionsbeirat NRW informiert:

 

Empfehlungen zu zentralen Fragestellungen bei der Umsetzung

des 9. Schuländerungsgesetzes.

 

Neuigkeiten 16.03.2017

 

Einladung zum Austausch über

 

„Schulbegleitung / Klassenassistenz mit Qualität in NRW“,

bzw. Bildung eines Arbeitskreises

 

Montag, 24. April 2017 um 11 Uhr

im Rathaus Dortmund (Saal der Partnerstädte)

 

Neuigkeiten 06.03.2017

 

Demo genehmigt!  "Wir sind mehr Wert! - Kostenlose Bildung für Alle"

 

Termin:  06.05.2017

Ort:         Düsseldorf

 

Auftaktkundgebung um 12:00 Uhr am Hbf Düsseldorf

 

Zwischenkundgebung um 12:30 Uhr Höhe Steinstraße/Berliner Allee

 

Abschlusskundgebung gegen 13:00 Uhr - 13:30 Uhr am Burgplatz

 

Burgplatz Düsseldorf

 

 

Hauptthematiken sind:

 

- Lehrkräfteversorgung

- Lehrmittelfreiheit

- Schulverpflegung

- Selektion durch Unterfinanzierung

- Mobilität (freies Reisen der SuS durch NRW)

- Inklusion

 

 

 

Stellungnahme der Stadtschulpflegschaften
SSP Inklusion Stellungnahme.pdf
PDF-Dokument [228.6 KB]

Neuigkeiten 27.12.2016

 

- Landeselternschaft wendet sich an die Schulministerin und fordert eine zeitnahe Bereitstellung

  von Lehrplänen für den Förderschwerpunkt geitige Entwicklung

 

Brief Ministerium 27.12.2016.pdf
PDF-Dokument [320.9 KB]

Neuigkeiten 22.12.2016

Erste Elternkonferenz am Mittwoch, 8. März 2017, 16 Uhr, im Landtag von Nordrhein-Westfalen

 

 

 

 

Neuigkeiten November 2016 und älter

                                                                                            #TeilhabestattAusgrenzung - Große Demo in Berlin am 7. November 2016, 14.00 bis 15.30 Uhr                                                                                                                                         

https://www.lebenshilfe.de/bthg/demo/demo-index.php

Mitgliederversammlung/Jahreshauptversammlung am 05.11.2016

die Einladung finden Sie links oben auf dieser Seite

Veranstaltung Wohnen so wie ich es will am 02.12.16 in Oberhausen

Umfrage zur schulischen Situation von Kindern und Jugendlichen mit Autismus

http://www.autismus.de/detailseite.html?tx_news_pi1%5Bnews%5D=33&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=50e365f9e52a9bec922deafc4fd9a116

August 2016

#TeilhabeStattAusgrenzung - für ein besseres Bundesteilhabegesetz

Dezember 2015

GEMEINSAME ERKLÄRUNG VON ELTERN AN FÖRDERSCHULEN UND INKLUSIVEN SCHULEN

PRESSEMITTEILUNG
 
GEMEINSAME ERKLÄRUNG VON ELTERN AN FÖRDERSCHULEN UND INKLUSIVEN SCHULEN
 
ELTERN ERWARTEN VOR ALLEM
 
- WILLKOMMENSKULTUR FÜR IHRE KINDER, AUCH VON REGELSCHULLEHRERN,
- INDIVIDUELLE FÖRDERUNG
- UND WIRKLICHES GEMEINSAMES LERNEN
 
In der politischen Diskussion werden sie oft als gegnerische Parteien behandelt: Eltern, deren Kinder Förderschulen besuchen - und Eltern, deren Kinder mit Behinderung eine inklusive Schule besuchen. Jetzt gehen Eltern aus beiden Gruppen erstmals mit einer gemeinsamen Erklärung an die Öffentlichkeit.
 
Zum 3. Dezember, dem Internationalen Tag der Menschen mit Behinderung, mischen sie sich in die Debatte um die Qualität der schulischen Inklusion ein und formulieren  Bedingungen: Was inklusive Schulen bieten müssen, damit Inklusion für alle Schülerinnen und Schüler mit Behinderung gelingt.
 
Erstaunlich ist: den Eltern ist weniger das Zählen von Lehrerstellen und Ressourcen wichtig. Statt dessen fordern sie vor allem pädagogische Qualität - und dass ihre Kinder als selbstverständliche Mitglieder der Schülerschaft akzeptiert werden.
 
Die Erklärung der Eltern ist Ergebnis eines vom Landschaftsverband Rheinland (LVR) gemeinsam mit dem Kölner Elternverein mittendrin e.V. organisierten Workshops,  zu dem der LVR Elternvertreter aus den LVR-Förderschulen eingeladen hatte und der mittendrin e.V. überwiegend Eltern von Kindern im Gemeinsamen Lernen.
 
 
 
Wortlaut der Erklärung und Unterzeichner:
 
Gemeinsame Erklärung der Eltern von Kindern mit Behinderung an Förderschulen und an inklusiven Schulen:
 
Was wir von inklusiven Schulen erwarten
 
* Ergebnisse eines Workshops auf Einladung des Landschaftsverbands Rheinland und des mittendrin e.V. am 20. 6. 2015
 
 
Wir sind Eltern von Kindern und Jugendlichen mit unterschiedlichen Behinderungen, die Förderschulen oder allgemeine Schulen besuchen. Wir haben gemeinsam erarbeitet, welche Bedingungen allgemeine Schulen aus unserer Sicht erfüllen müssen, um den Anspruch unserer Kinder auf inklusive Schule zu erfüllen. Vor dem Hintergrund der aktuellen Diskussion um Ausmaß, Qualität und Rahmenbedingungen des Gemeinsamen Lernens in Nordrhein-Westfalen erklären wir:
Wir alle wollen für unsere Kinder ein Leben in der Mitte der Gesellschaft und wir alle wollen für unsere Kinder Inklusion auch in der Schule.
Es gibt an diesem Punkt keinen Gegensatz zwischen „Förderschuleltern“ und „Inklusionseltern“.
Wenn Eltern für ihre Kinder heute auf den Besuch einer Förderschule bestehen und den Erhalt der Förderschulen fordern, hat dies folgende Gründe:
– Zur Zeit der Einschulung/des Schulwechsels gab es keinen Platz in Schulen des Gemeinsamen Lernens,
– unsere Kinder waren oder sind mit ihrer Behinderung in allgemeinen Schulen deutlich spürbar nicht willkommen oder
– allgemeine Schulen sehen sich oder sahen sich zu dieser Zeit nicht in der Lage, die besonderen Lernbedürfnisse unserer Kinder zu berücksichtigen.
 
Wir stellen fest:
– Die Durchsetzung des Rechts auf inklusive Schule ist staatliche Aufgabe und darf nicht länger den Eltern überlassen bleiben.
– Wir Eltern von Kindern mit Behinderung erwarten von allen Lehrern und Sonderpädagogen im Dienst des Landes Nordrhein-Westfalen, dass diese dem gesetzlichen Rechtsanspruch unserer Kinder auf inklusive Schule nachkommen. Die Umsetzung des Menschenrechts auf inklusive Bildung ist keine Sache der Freiwilligkeit.
– Kinder mit Behinderung und ihre Familien brauchen unabhängige fachspezifische Beratung, weil die Beratung durch Ämter oft nicht fair ist. Die unabhängige Beratung muss öffentlich finanziert werden.
– Wenn Nordrhein-Westfalen ein inklusives Schulsystem aufbauen will, müssen die allgemeinen Schulen sich so weiterentwickeln, dass auch Kinder mit Schwerbehinderung dort gemeinsam mit allen anderen Kindern unter guten Bedingungen lernen können.
Grundlage dafür ist selbstverständlich eine gute personelle Ausstattung. Hier sind deutliche Verbesserungen notwendig, weil die Klassengrößen und die Ausstattung mit Lehrerstellen in unseren allgemeinen Schulen gemessen an den wirtschaftlichen Möglichkeiten der Bundesrepublik Deutschland nicht angemessen sind – selbst ohne Inklusion.
Dabei folgen wir ausdrücklich nicht den Forderungen nach einer durchgehenden Doppelbesetzung von Lehrern und Sonderpädagogen in der gesamten Unterrichtszeit, und zwar aus folgenden Gründen:
– Die Forderung, dass in jeder Minute der Unterrichtszeit neben dem Lehrer auch ein Sonderpädagoge in der Klasse anwesend sein müsste, scheint uns einer Vorstellung zu entspringen, nach der ein Lehrer weiter wie gewohnt nur die „Regelkinder“ unterrichtet, während die Schülerinnen und Schüler mit Förderbedarf parallel nur von einem Sonderpädagogen unterrichtet werden sollen. Dieses Konzept erfüllt in unseren Augen nicht den Anspruch inklusiver Schule.
– Diejenigen Schulen in Nordrhein-Westfalen, die seit Jahrzehnten Gemeinsames Lernen in guter Qualität auch für Schülerinnen und Schüler mit Schwerbehinderung anbieten, brauchen dafür zwar in den meisten, aber nicht in allen Stunden ein gemeinsames Unterrichten von Lehrern und Sonderpädagogen. Entscheidend ist, dass alle Lehrenden als Team gut zusammenarbeiten und der Unterricht gemeinsam geplant und vorbereitet wird.
 
Daraus folgend sind unsere Forderungen als Eltern von Kindern mit Schwerbehinderung an inklusive Schulen:
– In inklusiven Schulen müssen sich alle Lehrenden für alle Schüler zuständig fühlen. Das Unterrichten von Schülern mit Förderbedarf darf nicht allein Aufgabe der Sonderpädagogen sein. Dafür muss auch die Lehreraus- und -fortbildung zügig auf Inklusion ausgerichtet werden.
– Inklusive Schulen sind in erster Linie gute Schulen, wenn die Lehrer das einzelne Kind im Blick haben und wenn sie einen sorgfältig und differenziert geplanten Unterricht durchführen. Dazu gehört im Sinne aller Schüler (nicht nur derjenigen mit sprachlicher, geistiger, Lern- oder Hörbehinderung oder anderer Muttersprache) ein durchgängig sprachsensibler Unterricht.
– Inklusive Schulen fragen nicht nur, worin ein Kind gefördert werden muss. Sie fragen auch, worin ein Kind nicht mehr gefördert werden muss.
– Inklusive Schulen fahren keine unterschiedlichen Unterrichtsprogramme für „behinderte“ und „nicht behinderte“ Schüler. Sie teilen ihre Schüler nicht in „Schubladen“ auf. Stattdessen gestalten Lehrer und Sonderpädagogen einen gemeinsamen Unterricht, der allen Schülern gerecht wird. Sie beziehen aktiv Schulbegleiter und externe Experten ein und nutzen die Kompetenz der Eltern.
– Ein gemeinsamer Unterricht für alle Schüler bedeutet zwingend: Der traditionelle Frontalunterricht der allgemeinen Schulen hat keine Zukunft. Dafür muss die Lehrerausbildung gründlich und zügig überarbeitet werden.
 
Unterricht in inklusiven Schulen beinhaltet stattdessen Phasen des selbstständigen Lernens und Phasen des gemeinsamen Lernens.
In den Phasen des selbstständigen Lernens können alle Schüler mithilfe individueller Lernpläne nach ihren Bedürfnissen und in ihrem Tempo lernen. Behinderungsspezifische Lerninhalte wie die Brailleschrift, die Deutsche Gebärdensprache, die Unterstützte Kommunikation, die Sprachförderung, das Mobilitätstraining, die Legasthenieförderung u. v. m. können so mit Hilfe von eigenem oder externem Personal in die individuellen Lernpläne der Schüler integriert werden.
In den Phasen des gemeinsamen Lernens übernehmen die Schüler je nach ihren Lernbedürfnissen und Kompetenzen unterschiedliche Aufgaben. Dabei müssen die Inhalte der gemeinsamen Lernaufgaben für alle Schüler der Klasse, auch für die mit Behinderung, nach ihren Bedürfnissen zugänglich gemacht werden.
 
– Inklusive Schulen unterrichten flexibel, je nach den Bedürfnissen ihrer Schüler. Sie fördern Gruppenarbeit, vor allem in heterogenen und jahrgangsübergreifenden Schülergruppen, und brauchen dafür vor allem große Klassenräume, in geringerem Maß auch Gruppen-Arbeitsräume. Sie haben die Freiheit, unterschiedlich große Klassen zu bilden, damit auch Schüler inklusiv lernen können, die in großen Gruppensituationen überfordert sind.
– Inklusive Schulen unterrichten nicht in erster Linie Fächer, sondern Kinder (und Jugendliche). Sie organisieren das Lernen unterschiedlicher fachlicher Kompetenzen (in Deutsch, Mathematik, Fremdsprachen, Gesellschafts- und Naturwissenschaften, Kultur) entlang Lebenswelt-bezogener Projekte. Dies ist zwar eine Umstellung, fördert aber den Lernerfolg aller Schüler, auch derer ohne Behinderung. Sie bauen lebenspraktische Ausstattungen auf (z. B. Lehrküchen) und nutzen diese für alle Schüler.
– Inklusive Schulen bieten die Möglichkeit medizinischer Versorgung und binden therapeutische Maßnahmen als Angebot sinnvoll ins Schulleben ein.
– Inklusive Schulen bieten Peer-Angebote oder organisieren diese mit Hilfe externer Institutionen.
– Inklusive Schulen sind barrierefrei und akustisch hochwertig zu gestalten.
 
Wir Eltern von Kindern mit Behinderung, die an Förderschulen und allgemeinen Schulen des Landes Nordrhein-Westfalen lernen, stellen fest:
Das oft zitierte Elternwahlrecht, auf welche Schulform unsere Kinder gehen, ist erst dann ein wirkliches Wahlrecht, wenn gute inklusive Schulen zur Verfügung stehen und wenn unsere Kinder in den allgemeinen Schulen willkommen und angenommen sind.
 
Birgit Ackerknecht, Mutter eines Kindes mit Förderschwerpunkten Körperlich-Motorische und Geistige Entwicklung im Gemeinsamen Lernen
Marion Böttcher, Bundesvereinigung Eltern blinder und sehbehinderter Kinder e.V., Regionalvertretung Rheinland, Mutter eines blinden, hörgeschädigten Kindes an einem städtischen Gymnasium
Christel Fassbender-Nüsperling, Mutter eines herzkranken Kindes mit Autismus-Spektrum-Störung, LVR-Förderschule für körperliche und motorische Entwicklung Köln
Julia Krause, Mutter eines blinden Kindes an einer Förderschule
Steffi Krüger-Peter, 2. Vorsitzende der Landeselternschaft der Förderschulen mit Schwerpunkt geistige Entwicklung NRW e.V.
Anna Lingscheid, Mutter eines schwerst mehrfachbehinderten und schwer kranken Jungen an einer Schule des Gemeinsamen Lernens
Hans-Jakob Macierzynski, Vater eines Kindes an der LVR-Max-Ernst-Schule Förderschwerpunkt Hören und Kommunikation Euskirchen
Sabine Anna Roth, Elternvertretung LVR-Förderschule Hören und Kommunikation, Mutter zweier Kinder mit Förderschwerpunkt Hören und Kommunikation, ein Kind auf der Förderschule, ein Kind im Gemeinsamen Lernen
Eva-Maria Thoms, Elternverein mittendrin e.V., Mutter eines Kindes mit Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung im Gemeinsamen Lernen
Kathi und Artur Weber, Eltern eines Kindes mit Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung im Gemeinsamen Lernen
 
 
weitere Informationen:
 

 

Impulsvortrag durch Andreas Henke auf der Mitgliederversammlung am 28.11.2015

Landeselternschaft besucht Schule Wittekindshof

Landeselternschaft besucht die Schule Wittekindshof

Darin sind sich alle Eltern einig – sie wollen, dass ihr Kinde eine Schule besucht, auf der es seine Fähigkeiten optimal entfalten kann. Eltern von Kindern mit einer Behinderung sehen sich hier besonders vielen Herausforderungen gegenüber.

 

Am vorletzten  Samstag traf sich die Landeselternschaft der Förderschulen mit Schwerpunkt geistige Entwicklung NRW e.V. in Bad Oeynhausen, um sich in der Schule Wittekindshof über ein ganz besonderes Inklusionsmodell zu informieren. Bei dem kooperativen Schulmodell arbeiten Förderschule und Regelschule vor Ort sehr eng zusammen. Ein oder mehrere Klassen einer Förderschule sind sozusagen in die Regelschule (in diesem Fall eine Grundschule) ausgelagert. Schülerinnen und Schüler mit und ohne Behinderung arbeiten in ausgewählten Unterrichtsbereichen zusammen. Darüber hinaus treffen sie sich in Pausen, feiern Geburtstage oder  schulische Feste zusammen oder gehen gemeinsam auf Klassenfahrt. So gibt es viel Zeit für gemeinsames Lernen und Spielen; gleichzeitig bleibt den Schülerinnen und Schülern mit Behinderung die individuelle Förderung im Rahmen der Förderklasse erhalten. „Leider wird dieses Modell von der Landesregierung bisher abgelehnt.“, so Angela Hölscher, Vorsitzende der Landeselternschaft. Angela Hölscher kommt aus Pr. Oldendorf. Ihr Sohn hat das Down Syndrom und besucht eine Förderschule in Lübbecke.

 

Die Landeselternschaft der Förderschulen mit Schwerpunkt geistige Entwicklung setzt sich seit 4 Jahren für die Rechte von Eltern und Kindern ein und wird hierbei auch bei Entscheidungen des Schulministeriums gehört. „Wir glauben, dass wirkliche Inklusion nur mit einer Schule unter einem Dach funktionieren kann.“, so die Vorsitzende. Halbherzige Lösungen an Regelschulen und eine Verschlechterung der Förderschulsituation gehen zu Lasten aller Schülerinnen und Schülern. „Die Voraussetzungen an Regelschulen müssen für alle Schülerinnen und Schüler geschaffen werden.“, so Hölscher. „ Es kann nicht sein, dass nur die, bei denen Inklusion einfach erscheint, mit machen dürfen. Menschen mit einer Mehrfachbehinderung und einem daraus resultierenden großen Hilfe- und Unterstützungsbedarf, dürfen nicht zurück gelassen werden.“ Ohne diese Schule unter einem Dach, mit optimalen Bedingungen für Schüler mit und ohne Förderbedarf, besteht die Landeselternschaft darauf, gut ausgestattete Förderschule zu erhalten und alternative Bestrebungen, wie das Kooperationsmodell zuzulassen.

 

Nach der informativen Vorstellung des Modells durch Vertreterinnen und Vertreter der Grundschule und der Förderschule , in der Kooperationsklasse, ging es für den Vorstand weiter zur Schule Wittekindshof. Hier konnten sich die Mitglieder, die aus ganz Nordrhein-Westfalen angereist waren, von der Ausstattung und dem Lernkonzept, der Schule Wittekindshof überzeugen. Schulleiter Becker-Brandt und sein Team hatten dazu eingeladen.

 

Die Landeselternschaft der Förderschulen mit Schwerpunkt geistigen Entwicklung NRW e.V. sucht den Austausch mit Menschen, die mit Schule zu tun haben. „Wir wollen insbesondere Schülerinnen und Schülerermutigen, uns Ihre Sicht auf Inklusion in der Schule, darzustellen. Gerade bei unseren Kindern wird oft über und nicht mit ihnen gesprochen“, sagt Angela Hölscher.

 

Bildunterschrift : Andreas Becker-Brandt (Schulleiter Schule Wittekindshof), Stefanie Krüger-Peter,  Andrea Rohlfs, Angela Hölscher, Nora Jürgens, Manuela Breuning, Tanja Kienapfel (Schulleiterin Grundschule), Helge Morawietz (Schule Wittekindshof)

Das additiv-kooperative Unterrichtsprojekt der Schule Wittekindshof – eine sinnvolle Erweiterung der Förderort-Optionen

Das additiv-kooperative Unterrichtsprojekt der Schule Wittekindshof – eine sinnvolle Erweiterung der Förderort-Optionen

 

Markus hüpft aufgeregt auf und ab und strahlt dabei über das ganze Gesicht. Gleich wird er mit seinen 8 Mitschülerinnen und Mitschülern der Unterstufe 1 der Schule Wittekindshof in Bad Oeynhausen den Klassenraum wechseln und zu seiner Partnerklasse, dem ersten Schul-jahr der Grundschule in Volmerdingsen, zum gemeinsamen Musikunterricht hinübergehen. Kaum hat er den Klassenraum betreten, rufen schon einige der Grundschulkinder: „Markus! Du kannst heute neben mir sitzen!“ Schnell hat er einen Platz gefunden und streichelt seinem Nachbarn Thomas zur Begrüßung über den Arm – denn sprechen kann Markus nicht. In der Musikstunde lernen die Kinder heute ein neues Lied kennen, bei dem einzelne Wörter nicht nur gesungen, sondern auch durch Gesten dargestellt werden. Anschließend werden diese Wörter noch durch bestimmte Geräusche und Laute ersetzt. Während die Grundschüler und ein Teil von Markus’ Mitschülern der Unterstufe 1 den Text auswendig lernen und beim Sin-gen und allmählichen Ersetzen der Wörter hoch konzentriert sind, beteiligt sich Markus an einzelnen Gebärden und bewegt sich dazu im Rhythmus des Liedes. Alle Schüler werden auf ihrem individuellen Lernniveau angesprochen, erleben sich dabei als Gemeinschaft und haben Spaß dabei. Viel zu schnell geht die Stunde für Markus vorbei, aber die Grundschüler müssen nun ihren Leselehrgang fortsetzen. Die Schülerinnen und Schüler der Unterstufe 1 gehen wie-der in ihren Klassenraum. Nun sind sie unter sich und können in Ruhe ihr Frühstück vorbereiten. Jeder hat dabei eine Aufgabe: die Teller decken, das Brot schneiden, das Obst verteilen uvm. Markus holt zusammen mit seiner Integrationshelferin den Kakao und verteilt ihn mit Hilfe einer speziell für ihn angefertigten Mappe: Neben jedem Foto eines Mitschülers/einer Mitschülerin sieht er das Foto einer Kakaoflasche, einer Vanillemilch oder einer Erdbeermilch. So kann er schon recht selbstständig die Flaschen richtig auf die Plätze der Mitschüler verteilen. Auf diese Weise lernt Markus lebenspraktische Inhalte. Gleichzeitig ist dies für ihn auch fächerübergreifender Deutschunterricht, der den fest im Stundenplan verankerten wöchentlichen Deutschunterricht ergänzt, denn Markus „liest“ in seiner Mappe. Fotos, auch manche Piktogramme, kann Markus erkennen, unterscheiden und ihre Bedeutung verstehen. Ganzwörter oder einzelne Buchstaben sind jedoch zu schwierig für ihn.

 

Seit 2011 lebt und lernt eine Unterstufenklasse der Schule Wittekindshof in Bad Oeynhausen (Schule mit den Förderschwerpunkten Geistige und Körperlich-motorische Entwicklung in Trägerschaft der Diakonischen Stiftung Wittekindshof) an der örtlichen Grundschule im Rahmen eines additiv-kooperativen Unterrichtsprojektes.

 

Die Schülerinnen und Schülern so-wie ihre Lehrkräfte gehören organisatorisch zur Schule Wittekindshof, sind ansonsten aber in den Alltag der Grundschule Volmerdingsen (genauer: Grundschulverbund zwischen Weser und Wiehen – Teilstandort Volmerdingsen) integriert.

 

Die Unterstufe 1 besteht aktuell aus 9 Schülerinnen und Schülern im Alter von 6 bis maximal 11 Jahren. Im Sommer 2014 hat ein neuer „Koop-Durchgang“ begonnen, da die Schülerinnen und Schülern der bisherigen Partnerklasse ihre Grundschulzeit beendeten. Drei Jahre lang habe sie mit den Schülerinnen und Schülern der Unterstufe zusammen im Rahmen kontinuierlichen Unterrichts schwerpunkt-mäßig in den Fächern Kunst und Musik, aber auch in Projekten zusammen gelernt und dazu gemeinsam in den Pausen gespielt, zusammen gefeiert, Ausflüge unternommen, gemeinsame Beiträge für Schulfeste einstudiert und – gewissermaßen als Höhepunkt – eine gemeinsame Abschlussklassenfahrt in eine Jugendherberge an der Nordsee absolviert.

 

Der überwiegende Teil des Unterrichts fand jedoch klassenintern statt. So konnte den unter-schiedlichen und höchst differenzierten Lernbedürfnissen beider Klassen am besten entsprochen werden. Während Lesen, Schreiben und Mathematik für die Grundschüler ganz wichtige Inhalte sind, an denen sie täglich intensiv und umfassend lernen, liegt der Schwerpunkt der Förderung bei den Kindern der Unterstufe mehr im lebenspraktischen Bereich. Inhalte aus den Lernbereichen Sprache und Mathematik sind basaler angelegt und werden schwerpunkt-mäßig fächerübergreifend erarbeitet. Die Förderschulkinder brauchen insgesamt für die meisten Lernprozesse mehr Zeit als die Grundschulkinder.

 

Das additiv-kooperative Unterrichtsprojekt ging 2011 nicht ohne Vorbereitung an den Start:

Es konnte aufbauen auf langjährige Erfahrungen in der Zusammenarbeit zwischen einzelnen Klassen beider Schulen im Rahmen einzelner Projekte (z.B. die Aufführung eines Kinder-Musicals). Als sich im Jahre 2011 abzeichnete, dass ein Klassenraum in der Grundschule frei werden würde, erstellten beide Schulen gemeinsam ein Konzept für das neue Projekt – dabei wurde schnell klar, dass die Kooperation im „Partnerklassen-Modell“ ablaufen sollte. Die Eltern beider Schulen wurden auf Elternversammlungen bzw. im Rahmen der Schulpflegschaft einbezogen, die Schulträger (Diakonische Stiftung Wittekindshof und die Stadt Bad Oeynhausen) schufen die organisatorischen Rahmenbedingungen.

 

Die obere Schulaufsicht für die sonderpädagogische Förderung wurde in die Planungen ein-bezogen und konnte von dessen pädagogischen Nutzen überzeugt werden.

 

Das Projekt wurde dann im Rahmen eines regelmäßig tagenden Arbeitskreises begleitet, in dem sich die beteiligten Lehrkräfte und Mitglieder der Schulleitungen austauschen und das Projekt kontinuierlich weiter entwickeln konnten.

 

Mittlerweile sind in diesem Arbeitskreis zwei Evaluationsberichte mit unterschiedlichen Schwerpunkten entstanden (2012 und 2014), deren Ergebnisse in „Evaluationsgesprächen“ jeweils den beteiligten Schulaufsichten und Schulträgern vorgestellt wurden. Am Ende des Schuljahres 2013/14 hat zudem eine umfangreiche Eltern- und Schülerbefragung stattgefunden-den, deren Ergebnisse ebenfalls in dem zweiten Evaluationsbericht dargestellt wurden.

 

Wichtige Ergebnisse der ersten drei Jahre sind:

 

1. Beide Schülergruppen profitieren im Bereich des Sozialen Lernens voneinander. Toleranz, gegenseitige Rücksichtnahme und Hilfsbereitschaft werden dadurch gefördert, dass die Individualität des anderen Kindes bewusst wahrgenommen und zunehmend besser verstanden wird. In diesem Prozess entdecken die Kinder aber auch, dass sie vieles gemeinsam haben.

2. Die Kinder der Unterstufe erhalten durch den Umgang mit den Grundschul-Kindern vielfältige Anregungen und zusätzliche Lernanreize – im Unterricht, wie auch in den Pausen und bei gemeinsamen Unternehmungen.

3. Die Grundschul-Kinder können wichtige Erfahrungen im Umgang mit Kindern mit einer geistigen Behinderung machen und werden dabei (durch die Lehrkräfte beider Klassen) kontinuierlich begleitet. Dabei erleben sie auch, wie vielfältig der Begriff „Geistige Behinderung“ ist, da auch die Kinder der Unterstufe untereinander höchst unterschiedlich sind. Die Grundschul-Kinder erfahren: Es gibt nicht den Schüler mit einer geistigen Behinderung. Außerdem erleben sie, dass das Merkmal „Geistige Behinderung“ nicht immer im Vordergrund steht, wenn Kinder klassenübergreifend gemeinsamen Interessen nachgehen (z.B. beim Fußballspielen oder beim Sammeln von Sammelfiguren).

4. Guter – das heißt für beide Klassen effektiver - gemeinsamer Unterricht lässt sich in bestimmten Lernbereichen (vor allem Kunst, Musik und Sport) gut verwirklichen. Er erfordert wegen der unterschiedlichen Lernvoraussetzungen und individuellen Förder-schwerpunkte eine sorgfältige gemeinsame Planung im Lehrerteam. Dann lässt sich eine innere Differenzierung vermeiden, die wieder zu einer Trennung nach Klassenzugehörigkeit führt. Bei einer Aufteilung in Untergruppen werden diese grundsätzlich klassenübergreifend besetzt. Auch die Grundschulkinder profitieren davon, dass der Unterricht überwiegend handlungsorientiert, anschaulich und projektbezogen durch-geführt wird.

 

5. Gemeinsamer und klassenintern durchgeführter Unterricht ergänzen sich sinnvoll. Die Kinder beider Klassen freuen sich auf den gemeinsamen Unterricht, er ist aber auch für beide Gruppen anstrengend. In den jeweiligen Klassen können die klassenspezifischen Schwerpunkte (in der Grundschul-Klasse sind dies u.a. die Lehrgänge in den Kulturtechniken, in der Unterstufe 1 insbesondere lebenspraktische Inhalte, für die sie ausreichend Zeit benötigen) besser umgesetzt werden. Beide Schülergruppen benötigen auch ihre jeweilige „peer-group“.

6. Eltern und Schüler haben in der durchgeführten Befragung insgesamt ein hohes Maß an Zufriedenheit mit dem Projekt zum Ausdruck gebracht. Die sehr wenigen kritischen Stimmen äußern die Sorge, dass die Lernfortschritte der Grundschulkinder wegen der gemeinsamen Unterrichtsanteile zu gering sein könnten.

7. Das Projekt lebt auch vom Engagement der beteiligten Lehrkräfte, denen die Kooperation eine Herzensangelegenheit ist. Diese Haltung überträgt sich auch auf die Schüle-rinnen und Schüler.

8. Das Projekt wird im Raum Bad Oeynhausen immer bekannter. Viele Eltern von Kindern mit dem Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung (FöSch GG) interessieren sich dafür und fragen es gezielt an.

 

Wie ist das additiv-kooperative Unterrichtsprojekt nun im Zusammenhang mit der aktuellen Inklusionsdebatte einzuordnen? Es ist ja keine schulische Inklusion im Sinne der UN-Behindertenrechtskonvention. Kooperationsmodelle hat es bereits in den 70er-Jahren gegeben. Inwiefern ist ein solches Modell heute noch aktuell und sinnvoll?

 

Aus Sicht der Schule Wittekindshof ist das additiv-kooperative Unterrichtsprojekt weder ein Übergangsmodell auf dem Weg zum Gemeinsamen Lernen für alle noch die bessere Alternative zu diesem.

 

Es ist aus unserer Sicht ein eigenständiges Modell mit einem spezifischen Profil, das – dort, wo es angeboten wird - die Beschulungsmöglichkeiten für ein Kind mit dem FöSch GG sinnvoll erweitert. (Dass die Teilnahme am kooperativ-additiven Unterricht für manche Kinder mit Behinderungen eine gute Vorbereitung auf einem späteren Weg ins Gemeinsame Lernen darstellen kann, ist wiederum eine andere Sache.)

 

Der § 20 im Schulgesetz des Landes Nordrhein-Westfalen sagt aus, dass die sonderpädagogische Förderung in der Regel an allgemeinen Schulen im Rahmen des Gemeinsamen Lernens stattfindet. Abweichend davon dürfen Eltern jedoch weiterhin die Förderschule als Beschulungsort wünschen. Weitere Alternativen gibt es offiziell nicht – denn den Förderort „Kooperationsklasse“ sieht das Land NRW nicht vor, auch nicht für Schülerinnen und Schüler mit dem Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung. Dies ist in mehreren Bundesländern anders (z.B. in Niedersachsen, Hessen oder Bayern), wo Kooperationsklassen in den entsprechenden Erlassen offiziell als Förderort benannt werden.

 

Die besonderen Merkmale dieses Modells sind aus unserer Sicht,

 dass es den Schülerinnen und Schülern mit dem FöSch GG durch den Unterricht mit der Partnerklasse und die weiteren kontinuierlichen Begegnungen mit den Grundschülern eine Möglichkeit der gesellschaftlichen Teilhabe ermöglicht und

 gleichzeitig sicherstellt, dass die aktuellen Standards der sonderpädagogischen Förderung, wie sie vom Land NRW in den § 38-41 der Ausbildungsordnung Sonderpädagogische Förderung – AO-SF dargestellt werden (u.a. Beschulung im Ganztag, Er-möglichen einer Gestalteten Freizeit, überwiegend fächerübergreifender und projekt-orientierter Unterricht, Kompetenzförderung auch in den Entwicklungsbereichen) sicher umgesetzt werden können.

 

Die Wahl des geeigneten Förderortes für ein Kind mit dem FöSch GG sollte sich nach Möglichkeit losgelöst von jeglichen ideologischen („inklusionsfreudigen“ oder „inklusionskritischen") Vorbehalten allein an der Persönlichkeit und dem vorrangigen Förderbedarf des Kin-des orientieren. Während für Kinder mit einem eher gering ausgeprägten Förderbedarf, mit bereits gut entwickelten lebenspraktischen Kompetenzen und guten Fördermöglichkeiten in den Kulturtechniken und bei allen kognitiven Inhalten das Gemeinsame Lernen besonders sinnvoll erscheint, ist für Kinder mit einer intensiveren Behinderung und einem hohen Förderbedarf im entwicklungsorientierten Lernbereich voraussichtlich die Förderschule mit ihrem spezifischen Klassen- und Fachraumangebot und der Ganztagsbeschulung die geeignete Wahl. Für alle anderen Kinder könnte eine Kooperationsklasse an einer allgemeinen Schule ein besonders gut geeigneter Förderort sein.

 

Wir denken deshalb, dass es für die Schülerinnen und Schüler mit dem Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung und deren Eltern wichtig ist, wenn diese bei der oftmals schweren Entscheidung für den geeigneten Förderort durch das additiv-kooperative Modell noch eine weitere Option hätten.

Quelle: Schule Wittekindshof

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Interessanter Link zum Pflegestärkungsgesetz

März 2015

Regierung will der Reform der Eingliederungshilfe die Geschäftsgrundlage entziehen

Lesen Sie dazu den Pressebericht des Bundesverbandes für körper- und mehrfachbehinderte Menschen ev.V.

 

http://www.bvkm.de/aktuelle-meldungen/news-detailansicht/article/pressemitteilung.html?tx_ttnews%5BbackPid%5D=16&cHash=6c4d8a72fa16e9e340e9a52eb7307789

 

Die Landeselternschaft wird Ihnen dazu in Kürze ein Musterschreiben zur Verfügung stellen, mit dem Sie Ihre kommunalen Vertreter und Abgeordneten auffordern, die Koalitionsveranbarungen einzuhalten.

November 2014

Aktivitäten des Vorstands

Haben Sie Fragen zu unseren Aktivitäten? Sprechen Sie uns an.

Aktivitäten im Schuljahr 13_14.pdf
PDF-Dokument [192.5 KB]

Vergessene Kinder im Schulsystem

Hierzu erreichte uns beigfügtes Schreiben einer Mutter, die uns um die Veröffentlichung bat. Wie stehen Sie dazu? Ist dies ein Thema, zu dem die Landeselternschaft Stellung beziehen sollte?

Vergessene Kinder.pdf
PDF-Dokument [26.6 KB]

Oktober 2014

best practise Schulen

www.gebonn.de                                            
 

Widerspruch/Antrag auf Überprüfung von Leistungen der Grundsicherung/Sozialhilfe

Das Bundessozialgericht hat in 3 Entscheidungen im Juli 2014 entschieden, dass volljährigen behinderten Personen mit Anspruch auf Grundsicherung Leistungen der Regelbedarfsstufe 1 auch dann zusteht, wenn sie keinen eigenen Haushalt führen und nicht als Ehegatte, Lebenspartner oder in einer eheähnlichen oder lebenspartnerschaftlichen Gemeinschaft leben. Derzeitig entscheiden die Sozialämter aber noch, dass volljährige Personen mit Behinderung nur Grundsicherung in der Höhe der Regelbedarfsstufe 3 (= 80 % der Regelbedarfsstufe 1) erhalten, wenn sie als erwachsende leistungsberechtigte Person keinen Haushalt oder nicht als Ehegatte, Lebenspartner oder in einer eheähnlichen oder lebenspartnerschaftlichen Gemeinschaft einen gemeinsamen Haushalt führen.

 

Ist jemand von dieser Entscheidung betroffen  – also volljähriges behindertes Kind in der Behindertenwerkstatt, Antrag auf Grundsicherung/Sozialhilfe wurde nur mit dem 80 %igen Satz beschieden und das Kind lebt noch im Haushalt der Eltern – empfiehlt es sich, einen entsprechenden Überprüfungsantrag beim Sozialamt zu stellen.

 

Widerspruch/Antrag auf Überprüfung von Leistungen der Grundsicherung/Sozialhilfe.
Widerspruch Leistungsbescheid SGB XII.do[...]
Microsoft Word-Dokument [18.2 KB]

Mitgliederversammlung 2014

Die diesjährige Mitgliederversammlung findet am 15.11.2014 statt. Details finden Sie unter dem Punkt" Einladung Jahreshauptversammlung" links oben auf dieser Seite.

August 2014

Sehr geehrte Damen und Herren, liebes Landeselternschaft der Förderschulen - Team

meine Name ist Kevin Schroer. Ich betreibe die Studenten-Plattform www.fernstudieren.de.

In den letzten Wochen haben wir mit viel Engagement und Detailarbeit eine kostenlose Info-Broschüre zum Thema „Studieren mit Behinderung“ erstellt.

http://www.fernstudieren.de/wp-content/uploads/studieren-mit-behinderung.pdf

Dieses Ratgeber haben wir in Zusammenarbeit mit „Betroffenen“ erstellt. Ziel der Broschüre ist es, eine umfassende aber trotzdem kompakte Informationsquelle bereit zu stellen, die neben den reinen Fakten auch Mut sowie Motivation für das Studium geben soll.

Die Broschüre ist komplett kostenlos und unterliegt der Creativ Common Licence (CC-BY-SA), darf also gerne weiterverbreitet und kopiert werden. (aktuell versuchen wir auch die Broschüre drucken zu lassen, sind jedoch noch dabei die Finanzierung zu klären).

Auf Ihrer Seite landeselternschaft-fsge-nrw.de habe ich unter der URL ( http://landeselternschaft-fsge-nrw.de/wissenswertes/interessante-links/ ) gesehen, dass sie dort entsprechende Inhalte auflisten. Ich wollte Sie fragen, ob es möglich wäre dort auch meinen Ratgeber aufnehmen, weil ich davon ausgehe, dass dieser für viele Ihrer Nutzer eine Bereicherung darstellen würde.

Ich sende Ihnen anbei die komplette Broschüre als PDF. Es würde mich sehr freuen, wenn diese bei Ihnen Berücksichtigung finden würde. Gerne können Sie diese bei sich zum Download anbieten.

Alternativ steht auch jederzeit die aktuellste Version des PDFs unter folgender URL zum Download bereit:

http://www.fernstudieren.de/im-studium/studieren-mit-behinderung/

Gerne nehmen wir auch Anregungen und Feedback an, um unseren Ratgeber weiter zu verbessern.

Ich bedanke mich für Ihre Aufmerksamkeit, Zeit und Mühe!

Herzliche Grüße nach Oldendorf,

Kevin Schroer
--
Kevin Schroer - fernstudieren.de

web: www.fernstudieren.de
mail: kevin@fernstudieren.de
skype: kevin_schroer

farbstrahl digital GbR
Gethsemanestraße 11
10437 Berlin
 

Juli 2014

Studie der Uni Köln zum Einfluß von Sprache auf numerische Kognition

Die Uni Köln sucht Unterstützerinnen und Unterstützer für ein
Forschungsprojekt
Forschungsprojekt_UniKöln.pdf
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März 2014

Landeselternschaft nimmt Stellung zu Änderungen der Ausbildungsordnung

Landeselternschaft befürchtet Eingriff ins persönliche Budget

Februar 2014

Düsseldorf plant Poolbildung bei Schulbegleitern - Landeselternschaft interveniert

Januar 2014 Schulministerium äußert sich zu Kritik der Landeselternschaft

TV-Tipp: Quarks und Co.

http://www1.wdr.de/mediathek/video/sendungen/quarks_und_co/videoquarkscoinklusionbehinderteslernen100.html

Januar 2014 Wir beziehen Position! Förderschule = Resteschule?

Förderschule = Resteschule?
Fachbeirat inklusive schulische Bildung [...]
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November 2013 Landeselternschaft kritisch gegenüber dem neuen Schulgesetz

Schreiben an das Schulministerium
Kritik am neuen Schulgesetz November 201[...]
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Jahreshauptversammlung November 2013

Auf der Jahreshauptversammlung am 16.11.2013 wählten die Mitglieder turnusmässig einen Teil des Vorstands neu. Der Mitbegründer und bisherige Vorsitzende, Theo Teigeler, wird sich in Zukunft anderen Herausforderungen widmen, nachdem sein Sohn die Schule verlassen hat und ins Berufsleben eingetreten ist.  Theo Teigler hat das Gesicht der Landeselternschaft entschieden mitgeprägt und seinem Einsatz ist es entschieden mitzuverdanken, dass die Landeselternschaft bereits nach kurzer Zeit an eintscheidenden Stellen gehört wurde.

Aktivitäten Schuljahr 2012/2013

Jahresbericht Landeselternschaft.pdf
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Mai 2013 Landeselternschaft auf der Messe GanzStark! in Hamm

Landeselternschaft zu Sondierungsgesprächen im Schulministerium

 

 

Schüler mit Behinderung bei Inklusion mitnehmen



Im Mai 2011 trafen sich 40 engagierte Eltern in Dortmund zur Gründungsversammlung der Landeselternschaft der Förderschulen mit Schwerpunkt geistige Entwicklung NRW e.V.

Jetzt, ein Jahr später, ist die Landeselternschaft in die Liste der Verbände und Organisation zur formalen Mitwirkung im Ministerium (§ 77 SchulG NRW) aufgenommen worden.

Im Mai dieses Jahres fand das erste Sondierungsgespräch zwischen Vorstandsmitgliedern und dem Arbeitskreis Inklusion im Schulministerium in Düsseldorf statt.

Der Elternverein will sicherstellen, dass auf dem Weg der schulischen Inklusion gerade von Schülerinnen und Schülern mit einer geistigen Behinderung, ohne Einschränkung der speziellen Förderung, mitgenommen werden. So plädiert die Landeselternschaft zum Beispiel dafür, zuerst Förderschulen für Schülerinnen und Schüler von allgemein bildenden Schulen zu öffnen, statt anders herum.


Gesprächskreis Inklusion

Nach der Sommerpause wird im Oktober in Düsseldorf auf Initiative des Ministeriums ein weiteres Treffen des Gesprächkreises Inklusion zusammen mit Vertretern kommunaler Spitzenverbände, Förderschulträgern und andere Interessengruppen stattfinden. Auch unser Verein wird teilnehmen. Es wird problematisch sein, sich in einer solch großen Runde von ca. 160 Teilnehmern, ausreichend Gehör zu verschaffen, deshalb wird unser Verein, die Gelegenheit wahrnehmen

 

  • schriftlich zu einem Referentenentwurf Stellung zu beziehen

und

  • eine größmögliche Mitgestaltungsmöglichkeit einzufordern

um

  • die notwendige sonderpädgogische Förderung für unserer Kinder in dem notwendigen Rahmen bedarfsentsprechend zu erhalten

Gemeinsamer Unterricht ist nicht zum Spartarif zu haben

Erstes Gesetz zur Umsetzung der VN-Behindertenrchtskonvention in den Schulen (9. Schulrechtsänderungsgesetz)

Dieser Referentenentwurf liegt den schulischen Verbänden und Organisationen seit 18. September vor. 

HIntergrund des Referentenentwurfs ist die Behindertenrechtskonvention der Vereinten Nationen, die nach der Ratifizierung durch Deutschland im Jahr 2009 für Bund, Länder und Gemeinden völkerrechtlich verbindlich ist. Das Land Nordrhein-Westfalen ist verpflichtet, die in Artikel 24 der Behindertenrechtskonventioon enthaltenen vertraglichen Bestimmungen zur inklusiven Bildung in Landesrecht umzusetzen.

 

Das Gesetz sieht vor, dass Schüler und Schülerinnen mit Behinderung grundsätzlich in allgemeinen Schulen unterrichtet werden sollen. Es soll den Eltern freistehen, ihr Kind weiterhin in einer Förderschule unterrichten zu lassen.

 

Eckpunkte des Gesetzes

  • Beginnend im Schuljahr 2013/2014 soll allen Schülern mit Behinderungen mindestens ein Platz an einer allgemeinen Schule angeboten werden mit der 1. Klasse der Grunschule und der 5. Klasse in einer weiterführenden Schule
  • Die Landesregierung betont, keine Abschaffung der sieben Formen der Förderschulen 
  • Eine Öffnungsklausel erlaubt es aber den Kommunen, selbst zu entscheiden, ob sie auf Förderschulen im Bereich Lern- und Entwicklungsstörungen verzichten wollen, u.a. könnte dies für Eltern behinderter Kinder bedeuten, eine geeignete Förderschule in ihrer Nähe zu finden
  • In aller Regel entscheiden künftig die Eltern, ob ihre Kinder auf sonderpädgaogischen Förderbedarf untersucht werden
  • Die Schulen dürfen dies in Ausnahmefällen, wenn absehbar ist, dass das Kind nicht in der Lage ist, ohne spezielle Förderung den angestrebten Schulabschluß zu erreichen


Finanzierung - keine Inklusion zum Spartarif

Das Angebot des gemeinsamen Lernens kann ein Schulträger nur in Ausnahmefällen verweigern. Im Schulentwicklungsplan wird betont, dass Schulen verpflichtet sind, inklusive Angebote zu errichten.

Das Land NRW greift unterstützend ein, idem es Lehrerstellen zur Verfügung stellt. Diese sollen aber kein zusätzliches Geld kosten, sondern dadurch finanziert werden, dass durch sinkende Schülerzahlen Stellen frei werden. 

Erstes Gesetz zur Umsetzung der VN-Behindertenrechtskonvention in den Schulen
Das nordrhein-westfälische Schulminsterium hat einen Referententwurf für das "erste Gesetz zur Umsetzung der VN-Behindertenrechtskonvention in den Schulen erarbeitet
Entwurf_zum_9_Schulrechtsaenderungs-Gese[...]
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NRW - Landesregierung ignoriert bei der Inklusionsplanung Verpflichtung zur Beteiligung Betroffener

Presseerklärung der Sprecher des NRW-Bündnis Eine Schule für alle
Eine Schule für alle (3).pdf
PDF-Dokument [100.3 KB]
Aktionsplan der Landesregierung - Umsetzung der Behindertenrechtskonvention
"Eine Gesellschaft für alle - NRW inklusiv"
120703_aktionsplan_nrw-inklusiv.pdf
PDF-Dokument [2.5 MB]

Inklusion - Beiträge

In einigen Interviews WDR.de haben Mitglieder unseres Vorstandes ihre Standpunkte dargelegt, um zu einer gelingenden Inklusion beizutragen. Unter Eingabe des Stichwortes Inklusion finden Sie entsprechende Beiträge auf der WDR-Internetseite.

WDR.de

 

Förderschulen sind Schutzraum


http://www1.wdr.de/themen/politik/sp inklusion/inklusion170.html

 

Der Beitrag ist auch auf der Schwerpunktseite zum Thema Inklusion verlinkt

 

http://www1.wdr.de/themen/politik/sp inklusion/inklusion140.html

Presseartikel

Gemeinsam Lernen geht auch anders herum
Preußisch Oldendorf Presse.pdf
PDF-Dokument [107.7 KB]